Ernährung bei Glutenunverträglichkeit

Patienten mit Glutenunverträglichkeit, auch Sprue und Zöliakie genannt, hatten es in der Vergangenheit oft schwer sich ausgewogen zu ernähren. Grund waren unzureichende Angaben der Inhaltsstoffe bei verarbeiteten Lebensmitteln und die oft hohen Preise in den Reformhäusern.
Nach der Einführung der EU-Richtlinie 2000/98 EG im Jahr 2005 sind Nahrungsmittelproduzenten dazu verpflichtet, allergieverdächtige Inhaltsstoffe bei verpackten Lebensmitteln anzugeben.
Auch bieten mittlerweile viele Supermarktketten eine Auswahl an glutenfreien Nahrungsmitteln an.
Gluten ist ein Klebereiweiß, das in Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel vorkommt und somit auch in den meisten Brot- und Nudelprodukten. Gluten wird ebenfalls als Bindemittel in Fertigprodukten und Fleischwaren und als Süßstoff in so genannten Lightprodukten verwendet.
Glutenfreie Nahrungsmittel kann man dabei in zwei Kategorien einteilen:
Zum einen die Nahrungsmittel, in denen von Natur aus kein Gluten vorkommt, wie Maisprodukte, Soja, Kartoffeln, Fleisch, Eier, Reis, Obst und Gemüse. Bei Milchprodukten, Kaffee und Fruchtsäften ist im Besonderen darauf zu achten unbehandelte Produkte auszuwählen.
Auf der anderen Seite gibt es speziell für Menschen mit Glutenunverträglichkeit hergestellte Produkte, wie Mehlmischungen, Brote, Kuchen, Kekse und Fertigprodukte.
Sie enthalten in Deutschland einen Glutengehalt von unter 20 ppm in 100g Trockenmasse und sind meist klar erkenntlich mit einer durchgestrichenen Ähre auf der Verpackung gekennzeichnet.
Diese Produkte sind verhältnismäßig teuer und auch in der Geschmacksvielfalt eingeschränkt was den Gourmet nicht unbedingt erfreut. Wer seine glutenfreien Nahrungsmittel in speziellen Online-Shops bestellt, kann dabei etwas Geld sparen.
Zudem gibt es eine weite Bandbreite an speziellen Kochbüchern für eine abwechslungsreiche glutenfreie Ernährung.

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